Das Gewerbegebiet Dachau-Ost war ursprünglich ein preisgekrönter Entwurf für ein modernes Gewerbegebiet
Die Ausnahmegenehmigungen für Sondergebiete für Handel – allgemein „Schwarzer Graben“ genannt – hatte zur Folge, dass das eigentlich Gewerbesteuerpotenzial nicht erreicht werden konnte und erhebliche städtebauliche Probleme geschaffen wurden
Das Bündnis für Dachau hatte deswegen im September 2019 einen Antrag gestellt, um durch mehr Baurecht für produzierendes Gewerbe die Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu korrigieren und das wahre Potential des Gewerbegebietes Dachau-Ost zu heben. Im Mai 2023 stellte die SPD einen ähnlichen Antrag.
In der Verwaltungsvorlage zu den beiden Anträgen insbes. dem Bündnis Antrag „Repowering des Gewerbegebiets Dachau-Ost“ werden die Probleme, die das Sondergebiet für Handel „Schwarzer Graben“ mit sich gebracht hat deutlich benannt: Das Gewerbegebiet Dachau-Ost
- hat negative Auswirkungen für den Handel in der Innenstadt
- führt zu erheblichen und unnötigen innerstätischen Autoverkehr
- bringt zu wenig Gewerbesteuern
- schafft unnötig versiegelte Flächen für PKW-Stellplätze
- ist ein Hitzepol im Städtischen Gebiet
Aus all diesen Gründen, ist es folgerichtig, dass jetzt damit begonnen wird den derzeitigen Zustand des Gewerbegebietes zu untersuchen, Verbesserungspotentiale zu erarbeiten und diese in einen neuen Bebauungsplan umzusetzen.
Wie in der Verwaltungsvorlage klar beschrieben wird, muss das Ziel sein, das bestehende Gewerbegebiet grundlegend zu modernisieren und nutzlos versiegelte Flächen für produzierendes Gewerbe zu aktivieren. Gleichzeitig muss durch kluge Begrünung und Einsatz von Erneuerbaren Energien die Anpassung an den Klimawandel geschafft und die Klimabelastung durch das Gewerbegebiet minimiert werden.
Das Bündnis für Dachau freut sich diese neue Entwicklung des Gewerbegebiets Dachau Ost begleiten zu dürfen. Wir schaffen Mehrwert für Dachau – ohne neue Flächen zu verbrauchen.
Beschlossen wurde eine Synthese aus beiden Anträgen mit folgendem Inhalt:
- Vertiefte Bestandsaufnahme durch externes Büro
- Identifizierung von Veränderungspotenzialen der einzelnen Gebiete (Standortkonzept)
- Einbezug der Grundeigentümer und der Unternehmerschaft (Beteiligungskonzept)
- Schaffung von neuem Planungsrecht (Bauleitplanverfahren)
- Umsetzungsphase durch Grundstückseigentümer mit Unterstützung Wifö

Hoffentlich ist das auch rechtlich so umsetzbar. Gleiches, einen dem Quartier gerechten Bebauungsplan aufzustellen wäre für so manches Viertel in Dachau wünschenswert. Wie kann es sein, dass eine örtliche Bank einen intakten, ökologisch intakten Grünzug mit einer maßlosen Bebauung kaputt bauen darf und nicht einmal eine Begrünung des Vorgartens machen muss…..
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