KURIER Pressefrühstück mit dem Bündnis für Dachau

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Stadtrat Kai Kühnel, Michael Eisenmann und Artur Lackner zu Gast beim KURIER

DACHAU · Bündnis für Dachau – wer steht dahinter? Diese Frage konnten uns beim KURIER Pressefrühstück drei Spitzenkandidaten des Bündnisses beantworten. Im Verlag trafen wir Stadtrat Kai Kühnel, Michael Eisenmann,Vorstand und Sprecher des Bündnis und Artur Lackner, Wirt und Koch des Gourmetrestaurants Der Steirer.

Das Bündnis für Dachau ist eine absolut unabhängige, ausschließlich selbst finanzierte Bürgerpartei für die Stadt Dachau, die vor 18 Jahren aus Vertretern verschiedener Gruppierungen wie zum Beispiel Bund Naturschutz, Pro Asyl, Die Grüne entstand. Das Ziel war eine Repräsentanz mehrerer unabhängiger Gruppierungen zu schaffen. Ein großer Vorteil ist laut Michael Eisenmann, dass sich dort viele wissende Menschen treffen, wie engagierte Bürger aus den gescheiterten Thementischen oder Leute, die professionell auf dem sozialen Gebiet unterwegs sind. »Trotzdem wollen wir natürlich partei- und fraktionsübergreifend arbeiten und Vorschläge machen, die auch verwirklicht werden« so Eisenmann.

Das Bündnis für Dachau beansprucht für sich, als einzige Liste ein »richtiges« Wahlprogramm für Dachau, zu lesen auf rund 30 Seiten, erstellt zu haben. Kompetente Leute haben in Arbeitsgruppen die einzelnen Themen wie Soziales, Kultur, Energie, ausgearbeitet, aufeinander abgestimmt und in einzelnen Informationsflyern dargestellt. Das ganze Werk ist natürlich im Netz zu finden.

Ihre herausragenden Themen im Wahlkampf sind Freiräume, Mobilität und Grünzug. »Dachau hat eine Bevölkerungsdichte von 1.250 Einwohnern pro Quadratkilometer, vergleichbare Städte wie zu Beispiel Freising, haben 450 Einwohner pro Quadratkilometer «, so Eisenmann. »Schon an diesen Zahlen sieht man, wie wichtig eine Wiese neben einem Wohnblock ist, auf dem Kinder spielen und Senioren dabeisitzen können, wo sich soziales Leben abspielt. Im schlechtesten Fall schlafen die Menschen nur in Dachau und fahren nach München zum Arbeiten.«

»Investitionen in erneuerbare

Energien vor Ort sind das beste
Wirtschaftsprogramm,das es für Dachau gibt.«
(Eisenmann)

Artur Lackner gibt zu bedenken, dass man es sich definitiv nicht mehr leisten kann, noch mehr Abhängigkeit von München zu schaffen. »Dachau muss ein freistehendes Mittelzentrum werden, ein lebenswertes Umfeld mit Arbeitsplätzen und Freiräumen muss geschaffen werden.«

Kühnel sieht ein großes Versäumnis des Landratsamtes im Hinblick auf fehlende Sozialwohnungen und verweist auf den Armutsbericht für Dachau, den die Bündnis-Politikerin Lena Wirthmüller im Auftrag der Caritas erstellte. Darin ist zu lesen, dass acht Landkreisgemeinden keine Sozialwohnungen anbieten. »Das ist eine soziale Verantwortung, die acht Landkreisgemeinden nicht wahrnehmen «, moniert Kühnel.

Eine einmalige Chance und Perspektive, ein eigenes freies Viertel mitten in der Stadt, ist in den Augen der Bündnis-Politiker das MD-Gelände. Gerade hier sollte die Eigenständigkeit Dachaus weiter entwickelt werden, es könnten Plätze geschaffen werden, an denen kreative Menschen in günstigen Büros und Werkstätten arbeiten und Firmen aufbauen, die hochprofitabel sind und gute Umsätze kreieren. Sehr engagiert äußert sich Artur Lackner zu diesem Thema: »Man sollte zurückschauen auf die künstlerische Geschichte Dachaus, dann weiß man wo man herkommt und wohin man gehen sollte. Ein Stadtviertel mit vielfältigen und spannenden Unternehmen, wo Leute wohnen und arbeiten, bringt nicht nur Steuern, sondern auch Leben in die Stadt.«

»Auch wenn wir den anderen
oft zwei Schritte voraus sind, ist es uns
doch recht, gemeinsam mit ihnen unsere Ziele
umzusetzen« (Lackner)

Wenn man keinen Platz für Parkplätze und noch mehr Verkehr in der Stadt hat, muss man attraktive Alternativen ohne Auto schaffen – Stadtautos fördern, flexible Busse, die häufiger und länger fahren, einsetzen und bessere Radwege, um nur einige Ideen zu nennen«. Das Bündnis will gemeinsame Strukturen entwickeln für Lastverkehr, Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer und sie nicht gegeneinander ausspielen.

Was ist das politische Lieblingsthema von Kai Kühnel, Vater, Großvater, Stadtrat und Musiker? »Die CSU dorthin zu bringen, wo sie vor 18 Jahren nicht mal hingedacht hat und dass sie uns in 18 Jahren links überholen muss. Es macht mir Freude, wenn wir zwei Schritte voraus sind, die anderen aber mitziehen können. Und viele erfolgreiche Projekte gehen auf unsere Anträge zurück, wie die Einrichtung des Kulturamtes, der Preis für Zivilcourage, Einsetzung des Referenten für Zeitgeschichte und vieles mehr.«

Michael Eisenmanns Steckenpferd ist Energie und Verkehr. Er ist stolz auf den gewonnenen Bürgerentscheid »BI kontra Kohlestrom«, außerdem ist er Gründer und Vorstand der Bürgerstrom-Dachau e.G. und ein Verfechter von Regionalisierung der Daseinsvorsorge.

»Es ist schön, dass Dachau

inzwischen eine Künstlerstadt ist und

nicht mehr nur eine Malerstadt.« (Kühnel)


Seit 20 Jahren ist Artur Lackner. Wirt und Koch des bekannten Gourmetrestaurants Steirer, seit drei Jahren betreibt er eine Kochschule in Dachau, politischer Schwerpunkt ist für ihn Kultur und Zeitgeschichte. Sein Hauptinteresse ist daran zu arbeiten, dass Dachau in der Lage ist, einen neuen Stadtteil zu etablieren – wo früher eine Industrieanlage stand, könnte eine Kulturfabrik entstehen.

Sie haben natürlich noch vielmehr erzählt über Hintergründe, Ideen, Erfahrungen und Pläne, die Herren vom Bündnis für Dachau. Wer auch einen Kaffee mit ihnen trinken oder das eine oder andere interessante Gespräch führen möchte, kann das bis zur Wahl jeden Samstagvormittag oben an der Martin-Huber-Treppe in ihrem »Palaverhaus«. Sie freuen sich auf jeden Besuch und darauf, viele Dachauer persönlich kennenzulernen.

Original auf http://www.kurier-dachau.de

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