Ostumfahrung bleibt ein Projekt ohne überzeugende Grundlage

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Von Michael Eisenmann und Kai Kühnel

Die Ostumfahrung wird seit Jahren immer wieder politisch aufgerufen. Bis heute fehlt jedoch der belastbare Nachweis, dass sie Dachau tatsächlich in relevantem Umfang entlastet.

Ungeklärt sind weiterhin zentrale Fragen:

– Wie viel Verkehr würde tatsächlich verlagert?
– Welche neuen Belastungen entstünden an anderer Stelle?
– Welche Kosten wären zu erwarten?
– Welche Folgen hätte die Straße für Flächenverbrauch, Klima und den sensiblen Naturraum des Dachauer Mooses?
– Und welche Alternativen wurden ernsthaft geprüft?

Hinzu kommt: Die sogenannte Ostumfahrung ist kein isoliertes Straßenstück. Sie ist Teil eines größeren Nordostumfahrungs-Konzepts und kann ihre vorgesehene Funktion nur im Zusammenspiel mit weiteren Straßenabschnitten erfüllen. Die Nordumfahrung wurde zuletzt mit lediglich 205 von 525 Punkten bewertet. Ihre Realisierungschancen sind damit nach heutigem Stand äußerst gering.

Bevor über politische Bekenntnisse oder neue Prioritäten gesprochen wird, müssen deshalb aktuelle Zahlen, belastbare Verkehrsprognosen und eine ehrliche Gesamtbewertung auf den Tisch.

Eine Straße wird nicht sinnvoller, nur weil man lange genug an ihr festhält.

Zu den Autoren
Michael Eisenmann und Kai Kühnel vertreten Bündnis für Dachau + Volt im Stadtrat.
Eisenmann ist Mitglied im Umwelt- und Verkehrsausschuss, Kühnel im Bau- und Planungsausschuss.

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