Bündnis für Dachau beantragt Zweckentfremdungssatzung – Ferienwohnungen sollen genehmigungspflichtig werden

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Dachau braucht Wohnraum – keine Ferienapartments. Immer mehr Städte stehen vor dem Problem, dass Wohnungen nicht mehr dauerhaft vermietet, sondern über Plattformen wie Airbnb kurzfristig an Tourist*innen vergeben werden. Das verschärft die Lage auf angespannten Wohnungsmärkten.

Damit Dachau hier handlungsfähig wird, hat das Bündnis für Dachau einen Antrag im Stadtrat gestellt:
Die Stadt soll eine Zweckentfremdungssatzung erlassen, die die Nutzung von Wohnungen als Ferienwohnungen oder für vergleichbare kurzzeitige Beherbergungszwecke nur noch mit Genehmigung erlaubt.

Zentrales Element dabei:

  • Wer eine Wohnung als Ferienwohnung nutzt, muss dies künftig bei der Stadt melden.
  • Verstöße können kontrolliert und geahndet werden.
  • Leerstand oder Umbauten werden in dieser ersten Stufe noch nicht geregelt – hier soll der Stadtrat bei Bedarf nachschärfen können.

Warum das wichtig ist:

  • Der Dachauer Wohnungsmarkt ist schon heute stark angespannt.
  • Ferienwohnungen entziehen dem Markt dringend benötigte Mietwohnungen.
  • Gleichzeitig wollen wir Eigentümer*innen nicht mit überzogenen Regelungen belasten – deshalb konzentriert sich der Antrag zunächst nur auf touristische Nutzungen.

Mit dieser Satzung setzen wir einen klaren Schritt gegen Wohnungsverlust und schaffen Transparenz über die Nutzung von Wohnraum.

Dachau soll ein Zuhause für Menschen bleiben – und nicht zum Spekulationsobjekt für Feriengäste werden.

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