Mängel an den Radwegen am Rangierbahnhof – und was das mit einem Radschnellweg zu tun hat.

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Die Radwege am Rangierbahnhof München Nord entlang und durch den Allacher Forst sind in einem maroden Zustand. Selbst die kürzlich sanierten Streckenabschnitte werden durch Konstruktionsfehler bei jedem Starkregen erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Nach den massiven Schäden aus dem letzten Jahr wurden zwar verschiedene Streckenabschnitte notdürftig repariert. Die Maßnahmen sind allerdings unbrauchbar.

  • die Wege werden selbst bei relativ leichten Regen ausgeschwemmt, mit tiefen Rinnen und losen Geröllfeldern
  • Teile der Wege sind über die gesamte Wegbreite mit Wasserlachen überdeckt
  • Gebüsch wächst in den Weg hinein – verengt den Weg und verhindert die Sicht
  • Kurven- und Einmündungsbereiche werden nicht gemäht, wodurch Sichtachsen gestört sind

Im Winter kommt hinzu, dass viele Wege nicht bzw. erst spät geräumt werden.

Was hat das alles mit dem Thema Radschnellweg zu tun?

Die Planungen zum Radschnellweg München – Dachau wurden nicht in die höchste Priorität eingestuft, womit eine Realisierung in weite Ferne gerückt ist.

Aber warum sollte man deswegen keine wesentliche Verbesserungen für die Verbindungen zwischen Dachau und München anstreben? Schon mit einfachen und günstigen Mitteln (z. B. Ausweisung von Fahrradstraßen) könnten verschiedene Wege von Dachau zum Münchner Rangierbahnhof aufgewertet und so in einen halbwegs passablen Zustand gebracht werden, um zumindest an einen Radschnellweg zu erinnern.

Der Rangierbahnhof spielt dabei eine zentrale Rolle als „Verteiler“ entlang des nördlichen Münchens und in den Olympiapark hinein.

Bei einer geschickten Routenführung könnte so relativ einfach und günstig eine hohe Wirkung erzielt werden und je nach Grundstücksverfügbarkeit und vorhandenen Finanzmittel an bestimmten Stellen die Route so verbessert werden, dass zumindest fast ein Radschnellweg entstehen kann.

Zusammen mit dem vorhandenen Würmradweg (der im Übrigen auch einige Verbesserungen vertragen könnte) im Westen und einer zweiten Route im Osten wären attraktive Radverbindungen von Dachau und Karlsfeld nach München vorhanden.

Für eine Ortsbefahrung stehe ich gerne zur Verfügung.

Michael Eisenmann

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