Elektroautos gehören inzwischen selbstverständlich zum Straßenbild. Doch wie weit ist der Umstieg im Landkreis Dachau tatsächlich – und wie schneiden wir im Vergleich mit unseren Nachbarlandkreisen ab?
Die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen einen deutlichen Zuwachs. Sie zeigen aber auch: Dachau liegt weiterhin unter dem bayerischen Durchschnitt.

Deutlicher Zuwachs – aber noch kein Spitzenplatz
Zum 1. Januar 2026 waren im Landkreis Dachau 4.165 reine Elektroautos zugelassen. Zwei Jahre zuvor waren es erst 2.869. Das entspricht einem Zuwachs von rund 45 Prozent.
Trotz dieser Entwicklung beträgt der Anteil reiner Elektroautos am gesamten Pkw-Bestand erst 4,29 Prozent. Damit fährt im Landkreis Dachau ungefähr jeder 23. Pkw ausschließlich elektrisch.
Im Vergleich der ausgewählten Landkreise liegt Dachau nahezu gleichauf mit Fürstenfeldbruck und knapp vor Erding. Freising erreicht 4,60 Prozent. Deutlich an der Spitze liegt Landsberg am Lech mit 5,96 Prozent.
Der bayerische Durchschnitt beträgt 4,67 Prozent. Dachau liegt damit weiterhin darunter.
Antriebswende ist noch keine Verkehrswende
Der Umstieg vom Verbrennungsmotor auf den Elektroantrieb ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Elektroautos arbeiten wesentlich effizienter und verursachen während der Fahrt keine Abgase.
Sie lösen aber nicht alle Verkehrsprobleme: Auch ein Elektroauto benötigt Straßen und Stellplätze und steht die meiste Zeit ungenutzt herum. Gleichzeitig ist der gesamte Pkw-Bestand im Landkreis Dachau von 95.878 Fahrzeugen im Jahr 2024 auf 97.126 Fahrzeuge im Jahr 2026 gestiegen.
Wir erleben deshalb bislang vor allem eine beginnende Antriebswende – aber noch keine umfassende Verkehrswende.
Beides gehört zusammen
Der Ausbau der Elektromobilität muss weitergehen. Dazu gehören verlässliche Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum sowie die schrittweise Umstellung betrieblicher und kommunaler Fahrzeugflotten.
Genauso wichtig bleiben attraktive Alternativen zum eigenen Auto: ein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr, sichere Radverbindungen und gute Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger.
Das Ziel kann deshalb nicht nur lauten, mehr Autos elektrisch anzutreiben. Wir müssen zugleich ermöglichen, dass viele Wege auch ohne eigenes Auto bequem und sicher zurückgelegt werden können.
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Statistik FZ 27.15; eigene Auswertung, Stand 1. Januar 2026.
