Bündnis für Dachau – Was wird tatsächlich für das Dachauer Moos getan?

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Das Bündnis für Dachau hat im vergangenen Oktober eine sehr informative Veranstaltung zum Dachauer Moos organisiert. Die beiden Referenten des Abends Herr Prof. Dr. Matthias Drösler von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Frau Dr. Anette Freibauer vom LfL Bayern haben in einem beeindruckenden Vortrag deutlich gemacht, dass das Dachauer Moos durch den fortschreitenden Torfabbau erheblich Mengen an CO2 emittiert und in absehbarer Zukunft seine Funktion als Kaltlufterzeugungsgebiet und als landwirtschaftliche Nutzfläche verliert.

Das Bündnis für Dachau stellt dazu folgenden

Antrag:

Der Verein Dachauer Moos e.V. stellt dem Dachauer Stadtrat einen schriftlichen Bericht darüber zur Verfügung, welche konkreten Maßnahmen zum Erreichen der Vereinszwecks „Moorrenaturierungen sowie… weitere Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung der Mooslandschaft“  laut der Vereinssatzung in den letzten 10 Jahren durchgeführt wurden und in Zukunft geplant sind.

Der Bericht sollte ausserdem folgende Fragen beantworten:

  • Mit welchen Fachgremien, Naturschutzverbänden und Experten
    wurden und werden Projekte abgestimmt?
  • Gibt es Vorstandsbeschlüsse über die Entwicklungsziele dieser
    Maßnahmen?
  • Wie werden die Mitgliedsgemeinden über Maßnahmen
    informiert?
  • Wurde im Rahmen der Regionalplanung Oberbayern ein Entwicklungsplan für das Dachauer Moos entwickelt und ist dieser Plan für die Öffentlichkeit zugänglich?

Begründung:

Die Stadt Dachau ist Mitglied des Vereins und sollte daher als Grundlage für künftige Entscheidungen zu Maßnahmen im Dachauer Moos über die aktuellen Projekte und Tätigkeiten zu den in der Satzung genannten Themenschwerpunkten informiert sein.

Im Vereinsgebiet wurde in der Vergangenheit der Wasserstand soweit abgesenkt, dass der noch vorhandene Torfboden immer weiter abgebaut wird. Dadurch werden erhebliche Mengen an CO2 emittiert. Insgesamt sind die entwässerten Moorflächen in Bayern derzeit für 6 % der gesamten Bayrischen CO2 Emissionen verantwortlich.

Moorschutz ist im Klimaschutzprogramm Bayern und in der Klimaschutzinitiative Moore und Wälder festgeschrieben. Danach müssen bis 2040 ca. 55.000 ha Moore in Bayern renaturiert werden

Durch den fortschreitenden Abbau des Torfbodens verliert das Gebiet seine wichtigen Funktionen als Kaltlufterzeugungsgebiet, CO Speicher und landwirtschaftliche Nutzfläche. Ohne Gegenmaßnahmen wird dies in 30 – 40 Jahren der Fall sein.

Nur eine Wiedervernässung kann den fortschreitenden Torfabbau aufhalten bzw. umkehren und die lebenswichtigen Funktionen des Dachauer Moos langfristig erhalten. Der Verein Dachauer Moos ist daher gemäß Satzung verpflichtet entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

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