Revidierte Bevölkerungsprognose

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Im Vergleich zur Prognose 2018 – 2038 allerdings wächst die Bevölkerung Bayerns von 2019 bis 2039 deutlich schwächer (3,2 % statt 4 %), die Region München ebenfalls (7,7 % statt 9,2 %). So steht es im Vorwort der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2039.

Nach Vorausberechnung für Bayern 2019 bis 2039 hält eine leicht steigende Bevölkerungsentwicklung in Bayern insgesamt bis 2039 an. In vielen Gebieten im Norden und Osten Bayerns reichen jedoch die Wanderungsgewinne nicht aus, um den Sterbefallüberschuss auszugleichen. Alle Teile der Region München wachsen, aber auch der gesamte Großraum München. Voraussichtlich führt die Corona-Pandemie zwar zu einem kurzfristig schwächeren Auslandszuzug (2020), ändert jedoch langfristig bestehende Trends nicht.

Was heißt das? Würde die Söder-Regierung die Metropolregionenpolitik in Frage stellen und für gleiche Lebensverhältnisse in ganz Bayern sorgen, könnte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
– die Bevölkerungsabwanderung und den Schrumpfprozess im Osten Bayerns und
– das Hochschnellen der Immobilienpreise und die Wohnungsknappheit im Münchner Umland stoppen.

Gegenüber der Berechnung für das Jahr 2016 werden jetzt 125.000 zusätzliche Einwohner weniger erwartet.

2019 – 2039:        + 220.000 Einwohner

2018 – 2038:        + 270.000 Einwohner   

2017 – 2037:        + 320.000 Einwohner   

2016 – 2036:        + 345.000 Einwohner  

ABER: Bis 2039 wachsen prozentual am schnellsten die Landkreise Dachau und Ebersberg mit ca. 11 %.

Wir müssen uns fragen, ob wir das wollen und wie wir das finanzieren. Die Stadt München nimmt die Gewerbesteuern für den Bevölkerungszuwachs. Auf den Folgekosten bleiben wir (in der Stadt Dachau zum Teil) sitzen.

Die junge Bevölkerung bis 17 Jahre wächst prozentual ähnlich stark wie die Bevölkerung insgesamt … Viel schneller wächst der Anteil der über 65jährigen. Und wegen der vielen Einwohner in dieser Altersgruppe nimmt die Zahl der über 65jährigen bis 2039 in den Landkreisen um 103.000 zu. Hingegen steigt die Zahl der bis 17jährigen nur um 19.000 in den Landkreisen um München.

In der nachfolgenden Karte wird deutlich was tatsächlich im Gange ist, der Nordosten Bayerns hat das gegensätzliche Problem zur Region um München. Die Landespolitik tut nichts, die Kommunen werden im Regen stehen gelassen.

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