Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat heute mit den Stimmen von SPD, Bündnis für Dachau, Grünen und Linke beschlossen: Die Äußere Münchner Straße zwischen Hermann-Stockmann-Straße und Josef-Scheidl-Straße bekommt beidseitig einen eigenen Radfahrstreifen. Wir haben diesem wichtigen Projekt zugestimmt – hier unsere Gründe:
Ein Unfallschwerpunkt wird endlich entschärft Der aktuelle Zustand ist schlicht unzureichend und gefährlich: Radfahrende werden auf dem Gehweg im Schritttempo geführt, ohne saubere Trennung vom Fußverkehr. Und für Autofahrer sind die fehlenden Abbiegespuren gefährlich. Dieser Abschnitt ist regelmäßig Unfallschwerpunkt – das können und wollen wir nicht länger hinnehmen.
Lückenschluss im Hauptroutennetz Die Äußere Münchner Straße ist zentraler Baustein im städtischen Radverkehrskonzept. Mit dem Anschluss an die bereits bewährte Radinfrastruktur der Inneren Münchner Straße entsteht eine durchgängige, sichere Achse von der Altstadt bis nach Dachau-Süd – und über die Fahrradstraße Josef-Effner-Straße sogar bis nach Karlsfeld.
Weniger Lärm für die Anwohner:innen Die Neuaufteilung des Straßenraums trägt außerdem dazu bei, die hohe Lärmbelastung in diesem Abschnitt zu reduzieren – ein Gewinn für alle, die hier wohnen.
Die clevere Lösung: Drei Spuren statt zwei plus zwei Das eigentlich Bemerkenswerte an diesem Konzept: Es schränkt den Autoverkehr nicht ein. Statt der bisherigen zwei Fahrstreifen je Richtung entsteht künftig eine Fahrspur je Richtung – kombiniert mit einer neuen Mittelspur für Linksabbieger. Klingt nach weniger, ist aber mehr:
- Die maßgeblichen Engpässe im Straßennetz sind ohnehin die Knotenpunkte, nicht die freie Strecke. Und diese bleiben unverändert – vorher wie nachher identisch.
- Die aktuelle Verkehrszählung von Ende Oktober 2025 zeigt zudem: Die Verkehrsmengen sind spürbar zurückgegangen (z. B. stadteinwärts von 1.151 auf 812 Kfz/h in der Abendspitze) – eine Fahrspur je Richtung reicht hier locker aus.
- Durch die neue Mittelspur entfällt zudem ein Problem, das es heute schon gibt: Linksabbieger, die den Geradeausverkehr blockieren. Der Verkehrsfluss wird dadurch sogar verbessert, nicht verschlechtert.
Ergebnis: 28.000 Fahrzeuge pro Tag lassen sich auf dieser neuen Aufteilung problemlos abwickeln – und die derzeitige Belastung ist weit niedriger – bei gleichzeitig deutlich mehr Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger:innen sowie drei zusätzlichen Querungshilfen.
Unser Fazit Diese Planung zeigt: Verkehrswende und Leichtigkeit des Autoverkehrs schließen sich nicht aus. Mit kluger Straßenraumaufteilung schaffen wir mehr Sicherheit, weniger Lärm und einen echten Lückenschluss im Radverkehrsnetz – ohne dass der Autoverkehr Nachteile hat. Ein guter Tag für Dachau.

Ich freue mich, wenn auf den Gehwegen vor dem MVZ und der AOK und gegenüber vor dem Kindergarten, dem Arbeitsamt und der Steuerkanzlei bald weniger Radfahrer unterwegs sind.
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