Radverkehrskonzept ernst nehmen: Lücken schließen in der Sudetenlandstraße!

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Frischer Asphalt ist gut – eine sichere Radinfrastruktur ist besser. Nach der Fahrbahnsanierung der Sudetenlandstraße im Herbst 2025 fordert die Fraktion Bündnis für Dachau jetzt konkrete Planungsalternativen für den Radverkehr. Denn eine echte Verkehrswende gelingt nur ohne Lücken im Netz.

Wer in Dachau mit dem Rad unterwegs ist, kennt das Problem: Gut gemeinte Radwege enden oft abrupt oder entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen. Um das zu ändern, hat der Stadtrat einstimmig das Dachauer Radverkehrskonzept beschlossen. Ein zentraler Grundsatz darin: Bei jeder Straßensanierung muss eine Verbesserung der Radinfrastruktur direkt mitgeplant werden.

Eine verpasste Chance im Herbst 2025?

Im Herbst 2025 wurde die Fahrbahndecke in einem großen Bereich der Sudetenlandstraße erneuert. Leider wurde dabei die Chance verpasst, gleichzeitig die Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer spürbar zu verbessern.

Das wollen wir so nicht stehen lassen. Die Achse Sudetenlandstraße – Fraunhoferstraße – Kopernikusstraße ist eine der im Konzept beschlossenen Hauptrouten für den Radverkehr in unserer Stadt. Besonders im nördlichen Teil der Sudetenlandstraße besteht dringender Handlungsbedarf, um die Sicherheit für alle zu erhöhen, die hier täglich in die Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen radeln.

Jetzt handeln: Die Chance im Jahr 2026 nutzen

In diesem Jahr steht der nächste Schritt an: Der wichtige Kreuzungsbereich Sudetenlandstraße / Alte Römer-Straße wird saniert und umgestaltet. Das ist der perfekte Zeitpunkt, um Versäumtes nachzuholen!

Damit wir in diesem Bereich keine „Stückwerk-Politik“ betreiben, sondern eine durchgängige, sichere und attraktive Radverbindung erhalten, haben wir als Fraktion Bündnis für Dachau einen neuen Antrag eingereicht.

Unser Antrag: Planungsalternativen auf den Tisch!

Wir beantragen, dass dem Umwelt- und Verkehrsausschuss zeitnah Planungsalternativen vorgestellt werden, wie im sanierten Bereich der Sudetenlandstraße eine verbesserte Fahrradinfrastruktur hergestellt werden kann.

Unsere Ziele dabei sind klar:

  • Sicherheit geht vor: Eigene, geschützte oder zumindest klar abgetrennte Bereiche für Radfahrende.
  • Durchgängigkeit schaffen: Keine gefährlichen Übergänge oder plötzlichen Enden an Kreuzungen.
  • Beschlüsse umsetzen: Das Radverkehrskonzept darf kein Papiertiger sein, sondern muss bei jedem Bauprojekt konsequent gelebt werden.

Für uns ist klar: Eine fahrradfreundliche Stadt entsteht nicht von allein – sie entsteht durch konsequentes Handeln bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Wir bleiben für euch an dem Thema dran und halten euch über die Beratungen im Ausschuss auf dem Laufenden!

Michael Eisenmann

Dipl. Wirtschaftsingenieur, Stadtrat und Fraktionsvorsitzender von Bündnis für Dachau + Volt.

Hier berichte ich regelmäßig aus den Bereichen Energie, Verkehr, Wirtschaft und Stadtentwicklung aus Sicht des Bündnis für Dachau.

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