Vor genau einem Jahr haben wir gezeigt, wie sich die Zahl der Sommer- und Hitzetage in unserer Region verändert hat.
Ein Jahr später haben wir erneut dieselben Daten ausgewertet.
Das Ergebnis ist eindeutig.
Bereits Anfang Juli wurden an der nächstgelegenen DWD-Langzeitstation München-Stadt 33 Sommertage, 17 Hitzetage und bereits 5 Tropennächte registriert.
Zum Vergleich:
Zwischen 1961 und 1990 lag der Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt lediglich bei 12 Sommertagen, 1 Hitzetag und keiner Tropennacht.
Die Entwicklung lässt sich nicht mehr mit einzelnen außergewöhnlichen Sommern erklären – sie zeigt sich seit Jahrzehnten.

Was bedeutet das für Dachau?
Hitze betrifft nicht nur die Landwirtschaft oder den Wald.
Sie betrifft auch unsere Stadt.
Besonders dicht bebaute und versiegelte Bereiche heizen sich tagsüber stark auf und kühlen nachts nur langsam ab. Gerade ältere Menschen, Kleinkinder und gesundheitlich vorbelastete Personen leiden unter diesen Belastungen.
Deshalb ist Klimaanpassung inzwischen eine kommunale Aufgabe.
Dazu gehören beispielsweise
- der Erhalt großer Bäume,
- zusätzliche Verschattung,
- weniger Versiegelung,
- mehr Grünflächen,
- und eine Stadtplanung, die Hitze von Anfang an mitdenkt.
Schluss
Über den richtigen Weg kann man politisch diskutieren.
Über die gemessenen Temperaturen dagegen nicht.
Die Daten sprechen für sich.
Quelle: Klimadashboard Deutschland / Deutscher Wetterdienst (Messstation München-Stadt, Stand 04.07.2026).
