Bahnunterführung Freisinger Straße: Die Bahn zahlt – aber nicht alles

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Die Beseitigung des Bahnübergangs Freisinger Straße / S2 Altomünster war zuletzt wieder Thema im Umwelt- und Verkehrsausschuss. Für die Bahnunterführung an dieser Stelle würde die Bahn die vollen Kosten übernehmen. Allerdings gibt es da ein paar Sonderwünsche, die die Bahn nicht bereit ist zu bezahlen.

Dabei wurde deutlich: Entgegen früherer Ausbaupläne verfolgt die Bahn keine Zweigleisigkeit für die Linie S2 nach Altomünster. Selbstverständlich bezahlt die Bahn auch nicht den direkten Anschluss der sogenannten Bahnrandstraße als zentrale Erschließungsstraße für ein mögliches Baugebiet MD Gelände. Und was bisher von der Stadt immer als Sicher angenommen wurde – Auch eine temporäre Baustellenumfahrung mit Behelfsbahnübergang wird von der Bahn nicht übernommen.

Das hat Folgen – positiv wie negativ:

✅Positiv: Die Bahn bereit ist eine Rad- und Fußwegunterführung am Bahnhof Dachau Stadt auf eigene Kosten zu realisieren. Dabei muss allerdings noch geklärt werden, wie diese Unterführung in das Radverkehrskonzept eingebunden werden kann.

❌Negativ: Während der rund fünfjährigen Bauzeit der Bahnunterführung würde der Großteil des Umleitungsverkehrs durch die Ostenstraße verlaufen. Dafür wäre ein Parkverbot entlang der Ostenstraße erforderlich. Zudem müsste die dortige Unterführung abgesenkt werden, um die Durchfahrt von den beiden Stadtbuslinien, der Schulbusse und der Rettungsfahrzeugen zu ermöglichen. Dabei muss mit einer Verdreifachung des Durchgangsverkehrs auf ca. 10.000 Fahrzeuge / Tag gerechnet werden.

Die Absenkung der Bahnunterführung Ostenstraße würde natürlich über die 5 Jahre Bauzeit hinaus bestehen bleiben.

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