Kreisumlage – Wenn’s raufgeht, muss es auch wieder runtergehen.

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Jahrelang wurde uns erklärt: „Wenn die Bezirksumlage steigt, dann muss auch die Kreisumlage steigen.“
Das war immer das Argument, wenn die Gemeinden mehr an den Landkreis zahlen sollten.

Jetzt aber dreht sich die Lage: Der Freistaat hat den kommunalen Finanzausgleich kräftig erhöht – also das Geld, das Land, Bezirke, Landkreise und Gemeinden untereinander verteilen, um ihre Aufgaben zu finanzieren.
Der Bezirk Oberbayern erhält voraussichtlich rund 150 Millionen Euro mehr an Schlüsselzuweisungen (+ ca. 7 %), und auch der Landkreis Dachau bekommt rund 1,9 Millionen Euro zusätzlich.

Die höheren Schlüsselzuweisungen ermöglichen es dem Bezirk Oberbayern, die Bezirksumlage zu senken – dadurch wird der Landkreis Dachau voraussichtlich um rund 4 bis 6 Millionen Euro entlastet.

Zusätzlich steigen die Schlüsselzuweisungen für die Gemeinden im Landkreis – zusammen um etwa 1,7 Millionen Euro. Das führt im Kreishaushalt 2027 automatisch zu rund 0,7 Millionen Euro mehr Einnahmen über die Kreisumlage.

Wenn oben mehr ankommt, muss unten weniger abgegeben werden.
Für die Stadt Dachau heißt das: Der Landkreis hat Spielraum, den anvisierten Kreisumlagensatz zu senken und damit die Stadt und Dachauer Gemeinden zu entlasten.

Wir vom Bündnis für Dachau finden:
Wer immer betont hat, dass steigende Ausgaben höhere Umlagen rechtfertigen, sollte jetzt auch anerkennen, dass steigende Einnahmen Entlastungen ermöglichen.
So funktioniert ehrliche Finanzpolitik.

(Die genannten Beträge sind Schätzungen und noch nicht konkret)

Steuerfluss der Stadt Dachau – Wohin das Geld pro Einwohner fließt
Von 2.300 € kommunalen Steuereinnahmen verbleiben nach Kreis- und Bezirksumlage nur 1.134 € pro Kopf in der Stadt Dachau.

(Die Berechnung ist vereinfacht und dient nur der Veranschaulichung, angenommen wurde die prognostizierte Kreisumlage von 52,5% und die Bezirksumlage mit 26,35%)

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