Bündnis für Dachau beantragt kommunale Leitlinien für einfaches und gutes Bauen
Die Bayerische Staatsregierung hat ein großes Entbürokratisierungspaket beschlossen. Künftig sollen viele staatliche Bauvorschriften wegfallen – die Kommunen sollen selbst entscheiden dürfen, ob und wie sie bauen.
Das klingt nach mehr Freiheit. Doch ohne klare Regeln droht Chaos: Wenn der Freistaat sich zurückzieht, müssen Städte wie Dachau selbst festlegen, welche Standards künftig gelten sollen – von der Energieeffizienz bis zur Barrierefreiheit.
Darum hat das Bündnis für Dachau im Stadtrat beantragt, einen kommunalen Leitfaden „Einfacher Wohnbau Dachau“ zu entwickeln. Er soll festlegen, wie Dachau einfacher, schneller und trotzdem hochwertig bauen kann – mit weniger Bürokratie, aber klarer Qualität.
„Wir wollen nicht warten, bis neue Vorschriften kommen, sondern Verantwortung übernehmen.
Einfach bauen heißt nicht billig bauen – sondern klug, effizient und nachhaltig“,
sagt Stadtrat Kai Kühnel, der den Antrag eingebracht hat.
Geplant ist eine Arbeitsgruppe „Einfaches Bauen Dachau“, in der Verwaltung, Stadtbau, Architektinnen und Stadträtinnen gemeinsam an praxisnahen Standards arbeiten.
Bis Mitte 2026 soll ein Entwurf vorliegen. Ziel ist, dass künftig Bauprojekte der Stadt und der Stadtbau GmbH schneller starten können – ohne endlose Prüfschleifen und Papierberge. Der Antrag greift damit die Ankündigung der Staatsregierung auf, Bürokratie abzubauen, und übersetzt sie in kommunale Verantwortung:
Dachau soll zum Modell werden für „einfaches Bauen mit Qualität“.

finde ich ganz grossartig. Nicht soviel sinnlosen Schnickschnack, gute Raumaufteilung, die uns unsere Vorfahren längst gezeigt haben, effiziente Heizungssysteme, Solar und Photovoltaik auf Dach oder/und Aussenmauern, vernüftige Dachneigung und Dachplatten.Ursel Wimberger.
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