Wieder steht im Vorfeld der Haushaltsberatungen eine Erhöhung der Kreisumlage im Raum. Von jetzt 49,5 auf 49,9 Punkte (%). Was ist darunter zu verstehen? Die Kreisräte beschliessen in einer Sitzung wieviel Geld sie den Dachauer Gemeinden abzwacken dürfen. Die Gemeinden haben das hinzunehmen. Die Berechnung ist etwas komplizierter, aber vereinfacht kann man sagen, beschließen die Kreisräte 49,9 Punkte, dann bedeutet das in etwa, dass die Gemeinden die Hälfte ihrer Einnahmen weiterreichen müssen.
Wobei sich niemand unter der Punkteberechnung etwas vorstellen kann. Aber die absoluten Beträge anzusehen bringt uns weiter. 2013 war noch Hansjörg Christmann Landrat, damals gab die Stadt Dachau an den Landkreis 21 Mio € ab.
2023 10 Jahre später sind es schon mehr als 34 Mio €. Und wenn nun die Kreisumlage auf 49,9 Punkte erhöht werden soll sind letztendlich 37,5 Mio €. Nach 10 Jahren also eine Steirung um 16,5 Mio € oder anders rum gesagt, eine Verdoppelung.
Nicht enthalten in dieser Berechnung ist der Neubau des Landratsamtes.

Das sind jedoch lediglich die Zahlungen der Stadt Dachau, insgesamt nimmt der Landkreis von allen Dachauer Landkreis-Gemeinden Gelder ein. Die Stadt Dachau finanziert den Landkreis mit ca. 31 %. Insgesamt steigen die Einnahmen des Landkreises von 65 Mio € im Jahr 2014 auf dann mehr als 117,5 Mio € (ohne Kreisumlagenerhöhung).
Rechtfertigungen dafür:
– Erhöhung der Bezirksumlage
– Mehr Personal
– Bau zweier Gymnasien
– höhere ÖPNV-Kosten
Und die öffentlich zugänglichen Zahlen des Kreiskämmerers zeigen, dass der Landkreis eigentlich noch viel mehr Geld von den Kommunen braucht.
