Bündnis im Stadtrat: Hauptausschuss sieht Vorteile für Verlegung des Standorts Neubau Landratsamt ins MD-Gelände

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Der Stellungnahme der Stadtverwaltung ist zu entnehmen, dass der Bündnisvorschlag den Neubau des Landratsamtes entlang der Bahnrandstrasse zu errichten, erhebliche Vorteile mit sich bringt.

Aus städtebaulicher Sicht erscheint der Standort als geeignet für eine Landratsamtserweiterung. Durch die
Besucherfrequenz wird das neue Quartier belebt. Die direkte Lage am Dachauer Stadtbahnhof sowie an den
Ringbuslinien ermöglicht den Besuchern eine An- und Abreise mit dem ÖPNV.

Darüber hinaus werden etwaige Probleme mit dem Baugrubenverbau, wie am derzeitigen geplanten Standtort,
vermieden und es ist keine teure Anmietung von Ersatzbüroflächen für die Mitarbeitenden des LRA
notwendig.

„Das Teilbaugebiet MU1(6) zwischen öffentlichem Grünzug und der geplanten „Bahnrandstraße“ erscheint
nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise, der überbaubaren Grundstücksfläche sowie der
geplanten Erschließung für eine öffentliche Verwaltungsnutzung als grundsätzlich geeignet. Im derzeitigen
Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 144/08 „Ehem. MD-Papierfabrik“ ist die Fläche als Urbanes Gebiet (MU)
mit einer GRZ von 0.6, mit 5-6 Vollgeschossen und einer Wandhöhe von 17-20 m dargestellt. Die maximal
zulässige Geschossfläche gem. Bebauungsplanentwurf sind 38.400 m².

Die Eigentümerin hat in den bisherigen Gesprächen dargestellt, dass Sie hier mit einer besonderen Wohnform (betreuten Wohnen) bzw. einer Pflegeeinrichtung plant. Der Neubau des Landratsamts würde mit seiner Geschossfläche von rd. 14.000 m² etwa 36% des Teilbaugebiets belegen. Klarzustellen ist allerdings, dass die Bahnrandbebauung aus Schallschutzgründen durchgehend „geschlossen“ sein und zum Zeitpunkt der
Nutzungsaufnahme der Wohnbebauung auf dem MD-Gelände zumindest im Rohbau fertig gestellt sein muss. Der Neubau des Landratsamts könnte also kein solitäres Gebäude werden, sondern müsste mit den
übrigen Gebäudeteilen der Bahnrandbebauung geschlossen gebaut sein.“

Eindeutiges Votum des Haupttausschussses für Neubau Landratsamt pro Standort MD

In der heutigen Hauptausschusssitzung wurde einstimmig (inkl. CSU-Fraktion) beschlossen, dass die Stadtverwaltung den Kontakt zwischen den Grundstücksbesitzern und dem Landratsamt herstellt, um diesen Alternativstandort zu prüfen. Der Antrag von Stadtrat Moll den Standort Obere Moosschwaige bzw. die Mayr-Terassen zu prüfen wurde abgelehnt.
Bei der Oberen Moosschwaige sprach die verkehrliche Anbindung über den Schleißheimer Kanal dagegen, der Standort Mayr-Terrassen ist als gewerblicher Standort vorgesehen mit der Absicht Gewerbesteuereinnahmen zu generieren.

Der Antrag von “Wir” als Ergänzungsantrag zum Antrag des Bündnis für Dachau vom 9.3.23 führte dann einen Beschluss herbei, der insgesamt mit dem eindeutigen Stimmungsbild des Hauptausschusses vielleicht einen Sinneswandel zur Standortfrage herbeiführen kann. Tatsächlich bleibt die Standortfrage eine Entscheidung des Kreistages, der Beschluss des Hauptausschusses der großen Kreisstadt Dachau ist also als Empfehlung zu verstehen.

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