Ein Jahr Corona Pandemie – was lernen wir für andere große Herausforderungen unserer Zeit?

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Es war für Viele ein Jahr voller Herausforderungen und Zumutungen. Auch in dieser Woche erkranken Menschen schwer, trauern Angehörige um ihre Lieben, bangen Viele um ihre wirtschaftliche Existenz – aus einer abstrakten Gefahr wird leider oft ein persönlicher Schicksalsschlag. 

Diese Pandemie tangiert aber nicht nur jede und jeden Einzelnen von uns, sondern stellt die Solidarität in unserer ganzen Gesellschaft auf die Probe, unsere soziale Intelligenz, unseren Gemeinschaftssinn.

Wir wünschen uns, dass wir diese Probe gut bestehen und dass wir alle – insbesondere wir Kommunalpolitiker*innen – vielleicht etwas daraus mitnehmen für andere große Herausforderungen unserer Zeit. 

Vielleicht merken wir, wie unvorhersehbar das Leben ist und wie wichtig in diesem Zusammenhang unsere Solidarsysteme sind. Lasst uns gemeinsam für noch mehr Chancengleichheit auch hier in unserem Landkreis kämpfen und gegen die Stigmatisierung von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. 

Vielleicht hält uns das Virus einen Spiegel vor, indem es keinen Halt vor oberflächlichen Unterschieden zwischen uns homo sapiens macht. Ich freue mich, wie viel hier vor Ort schon passiert, um aktiv gegen Rassismus, aber auch andere Formen der Diskriminierung wie Sexismus oder Ableismus zu kämpfen – aber es ist noch ein langer Weg!  

Vielleicht wächst durch die aktuelle Krise auch das Bewusstsein, dass wir Menschen nur ein kleiner Teil des großen Ökosystems unserer Erde sind. Und dass wir die Erde, wie man so schön sagt, nur von unseren Kindern geliehen haben. Uns wird hoffentlich immer bewusst sein, wie abhängig wir von einer gesunden Umwelt sind, wenn wir in einem kommunalpolitischen Gremium über die konkreten Entscheidungen zu den Finanzen, zur Digitalisierung oder zum Verkehrskonzept diskutieren. 

Tja – das sind natürlich große Themen, hehre Ziele – gerade angesichts der zahlreichen Aufgaben, die in jeder Kommune zu bearbeiten sind und die durch das aktuelle Krisenmanagement und die absehbar verschärfte Finanzlage nicht weniger werden. 

Bismarck hat mal gesagt „Politik ist die Kunst des Möglichen“. 

Und natürlich können wir alle nur im Rahmen der politischen und finanziellen Möglichkeiten versuchen, das Beste für den Landkreis Dachau zu erreichen. In diesen Zeiten gibt es in der Politik sicherlich keine Perfektion. 

Aber es bleibt uns selbst überlassen, was wir für möglich halten und was wir gemeinsam möglich machen. Wir plädieren für eine (weiterhin) respektvolle Zusammenarbeit in der Kommunalpolitik, bei den kleinen aber auch den ganz großen Herausforderungen unserer Zeit. 

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