NO-Umfahrung versus Artenvielfalt: Der Flussregenpfeifer

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Artenportrait Sulida: Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)

Kurzportrait
– Körperlänge: 15 bis 18 cm groß und wiegt 25 bis 55 g
– gehört zur Familie der Regenpfeifer (Charadriidae)
– Aussehen: dunkler Schnabel und auffällig gelbe Augenring. Rücken ist braun und die Unterseite ist weiß gefärbt, die Beine sind braungelb gefärbt. Der vordere Teil des Kopfes ist schwarz-weiß gezeichnet. Er besitzt ein schwarzes „Halsband“. Männchen und Weibchen haben die gleiche Färbung.
– Brutzeit: Ende März bis Juli , Weibchen legt 4 Eier auf den offenen Boden mit etwas Nistaterial ausgekleidet
– Nahrung: Insekten aller Art – Käfer, Würmer, Schnecken, Spinnen etc.

Schutzstatus: streng geschützt gem. BNatSchG,
Rote Liste Bayern: Gefährdet

Der Flussregenpfeifer lebte ursprünglich auf Schlamm-, Sand-, Kiesbänken europäischer Flusssysteme. Aus Mangel an geeigneten Lebensräumen wurden immer mehr Baggerseen, Industriebrachen oder Kiesgruben zum Ausweichhabitat dieser Art. Im Winter von November bis Februar ist der Langstreckenzieher, im Mittelmeerraum und in Afrika anzutreffen. Zu den Überwinterungsquartieren zählt der Süden der Sahara bis zur Küste Westafrikas, Zaire, Tansania und Kenia. In der Sulida zwischen Dachau und Hebertshausen gibt es ca. 5 Brutpaare dieser seltenen Vogelart. Die offenen Kiesflächen nahe am Gewerbegebiet Dachau gehören zu seinem Bruthabitat. Die Trasse der geplanten Nord-Ost-Umfahrung wurde exakt durch diese Fläche geplant und würde diesem seltenen Vogel den Lebensraum nehmen.

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