NO-Umfahrung bedroht die Keiljungfer

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Artenportrait Sulida: Westliche Keiljungfer (Gomphuspulchellus)

– Die Westliche Keiljungfer (Gomphuspulchellus) ist eine Libellenart aus der Familie der Flussjungfern (Gomphidae).

– Als einziger Vertreter ihrer Art besiedelt sie ausschließlich stehende Gewässer

– Die schwarzgelbe Libelle ist relativ zierlich und erreicht eine Körperlänge von ca. 40 – 50mm, sowie eine Spannweite von ca. 60 – 70mm

– Die Larve benötigt in ihrem Gewässer eine Entwicklungszeit von 2 – 3 Jahren

Schutzstatus: Die Westliche Keiljungfer ist unter anderem nach dem deutschen Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung eine „besonders geschützte“ Art.

Quelle LBV Dachau ©LBV Dachau

Die Westliche Keiljungfer nutzt vor allem Baggerseen in Kiesgruben als Lebensraum und profitiert von deren Zunahme. Besonders in Flussauen entstehen manchmal großräumige Abbaustellen von Sanden und Kiesen. Heute bilden diese vegetationsarmen Baggerseen den wichtigsten Lebensraum der westlichen Keiljungfer. Aber auch Stauseen, nährstoffreiche Moorweiher, Altarme von Flüssen, Kanäle und Flussunterläufe gehören zum Lebensraum-Spektrum dieser Art. Gemeinsame Merkmale all dieser Gewässer sind besonnte, offene Sand-, Kies- oder Geröllufer, verbunden mit tieferen Wasserzonen, mit feinkörnigen bis schlammigen Sedimenten. Durch die geplante Vernichtung der Habitate im Bereich Dachau/Hebertshausen verliert diese äußerst seltene Libelle auch ihre gerade eben neu besiedelten Lebensräume.

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