Dachauer Lump nicht empfehlenswert

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Presseerklärung zum Antrag der FW an den Umweltausschuss des Stadtrats, die Rebsorte „Dachauer Lump“ als Dachauer Naturdenkmal zu pflegen und zu erhalten

Die FW haben einen Antrag an den Umweltausschuss des Stadtrats gestellt, dass die Stadtgärtnerei die Rebsorte „Dachauer Lump“ als Dachauer Naturdenkmal pflegen und erhalten solle.

Es ist natürlich richtig, dass der „Dachauer Lump“ eine uralte lokale Rebsorte ist. Sie ist in Dachauer Privatgärten auch recht häufig anzutreffen, da ihre Verbreitung vor ca. 20 Jahren stark vorangetrieben wurde, zum Beispiel durch die Baumschule Flachslander. Herr Flachslander senior hatte die Pflanze damals veredelt, in Kultur genommen und erfolgreich verkauft.
Nach Aussage des Kreisfachberaters für Landesbau und Gartenpflege, Herrn Lex, ist das Kultivieren des „Dachauer Lump“ heutzutage jedoch nicht mehr sinnvoll, da dieser sehr anfällig für den sog. „falschen Mehltau“ ist und daher den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nötig macht. Immer wieder erreichen ihn deswegen Anrufe unzufriedener Gartenbesitzer. Auf Nachfrage bestätigte die Fa. Flachslander diese Beobachtung. Wegen ihrer hohen Anfälligkeit wurde die Rebsorte bei ihnen sogar aus dem Angebot genommen: „Aus heutiger Sicht ist der „Dachauer Lump“ nicht mehr zu empfehlen“.

Der Antrag der FW, den „Dachauer Lump“ über seine sowieso schon weite Verbreitung in Privatgärten hinaus als Naturdenkmal zu pflegen und zu erhalten, ist aus fachlichen Gründen daher nicht sinnvoll.

Sabine Geißler
(Bündnis für Dachau)
Umweltreferentin der Stadt Dachau

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