Wohnen ist mehr als vier Wände.
Es ist Nachbarschaft.
Es ist Alltag.
Und es ist die Frage, wie wir unsere Stadt weiterentwickeln, ohne sie zu überfordern.
In den vergangenen Wochen haben wir gezeigt, was Wohnen in Dachau braucht:
ein gutes Wohnumfeld, politische Entscheidungen, die wirken, klare Regeln beim Bauen und eine verantwortungsvolle Steuerung durch die Stadt.
Zum Abschluss dieser Serie möchte ich den Blick nach vorn richten – auf die Frage, wo Wohnen konkret entstehen kann, ohne Dachau zu verlieren.
Wohnen entsteht vor allem dort, wo Dachau schon ist
Die Zukunft des Wohnens in Dachau liegt nicht allein in neuen Baugebieten.
Sie liegt vor allem im Bestand.
Was heißt das jetzt für mich konkret:
Gutes Wohnen braucht eine gute Infrastruktur, die auch bezahlt werden muss. Deshalb brauchen wir mehr Gewerbe auf dem MD Gelände, den das MD Gelände ist bereits ein Gewerbegebiet und kann so behutsam entwickelt werden. Das bedeutet weniger Verkehr, mehr Arbeitsplätze vor Ort und kurze Wege zum Einkaufen.
Wohnen entsteht schon jetzt in der behutsamen Nachverdichtung der gewachsenen Stadt. Hier gibt es wesentlich mehr und schneller verfügbares Wohnbaupotenzial als in langwierigen und großen Bebauungsplanprojekten. Und es unterstütz die lokalen Handwerker und Bauunternehmer.
Langfristig günstiger Wohnraum entsteht vor allem bei der Stadtbau und im genossenschaftlichen Wohnen. Deshalb müssen wir unsere Stadtbau stärken und unsere vorhandenen Genossenschaften unterstützen. In diesem Zusammenhang müssen wir auch die bestehenden Dachauer Grundsätze zur Baulandentwicklung überarbeiten. Ziel muss sein, dass bezahlbarer Wohnraum langfristig in den Bestand der Stadtbau Dachau übergeht.
Leerstand und Zweckentfremdung verschärfen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Deshalb müssen wir unseren Eigentümern helfen leerstehende Wohnungen wieder zu vermieten, aber auch Zweckentfremdung, z.B. für Ferienwohnungen, zu verhindern.
Mehr und bezahlbares Wohnen hat viele Gesichter, deshalb möchte ich:
Wohnen weiterdenken – nicht größer, sondern klüger.
Nicht gegen die Stadt, sondern mit ihr.
Als Oberbürgermeister möchte ich Wohnen in Dachau so gestalten,
dass Menschen bleiben können,
Nachbarschaften funktionieren
und unsere Stadt ihr Gesicht behält.
Nicht durch schnelle Versprechen.
Sondern durch klare Regeln, verantwortungsvolle Entscheidungen
und eine Stadtentwicklung, die den Alltag der Menschen ernst nimmt.
Das ist kein einfacher Weg.
Aber es ist der richtige.
