Von der Idee zum Ort: Wie Dachaus Innenstadt Schritt für Schritt lebendig wurde

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Von leeren Plätzen zu lebendigen Treffpunkten – die Dachauer Innenstadt im Wandel.
Was passiert, wenn man eine Innenstadt nicht nur verwaltet – sondern lebendig macht?
Wenn Plätze wieder Treffpunkte werden. Wenn Einkaufen, Verweilen und Begegnung zusammengehören.

Die Antwort darauf liegt weniger in schönen Momentaufnahmen als in politischen Entscheidungen, die oft Jahre vorher getroffen wurden. Viele der heute sichtbaren Projekte in der Dachauer Altstadt gehen auf konkrete Anträge, Beschlüsse und strategische Weichenstellungen im Stadtrat zurück.

Ein aktuelles Beispiel sind die Pop-up-Biergärten:
Am 19. Januar 2025 beantragte das Bündnis für Dachau die Prüfung eines temporären Pop-up-Biergartens am Schrannenplatz – als Reaktion auf den Wegfall des Wirtsgartens am Zieglerbräu und mit dem Ziel, einen sommerlichen Treffpunkt in der Altstadt zu erhalten.
Darauf aufbauend brachte die CSU-Stadtratsfraktion am 20. Februar 2025 einen Ergänzungsantrag ein, um zusätzlich den Vorplatz des ehemaligen Zieglerbräu zu prüfen. Aus dieser Abfolge entstand ein gemeinsamer Beschluss – und schließlich Orte, an denen heute Leben stattfindet.

Noch deutlicher wird der Zusammenhang von Entscheidung und Ergebnis beim Bürgerbiergarten am Wasserturm.
Dass dieses Projekt überhaupt realisiert werden konnte, ist kein Zufall und kein Selbstläufer. Voraussetzung war ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK). Für dessen Erstellung hatte sich das Bündnis für Dachau bereits früh im Jahr 2018 eingesetzt. Erst mit diesem Konzept konnte die Stadt erfolgreich Städtebaufördermittel beantragen – und damit die finanzielle Grundlage für Projekte wie den Bürgerbiergarten schaffen.
(Details dazu hier:
👉 https://buendnis-fuer-dachau.de/2022/11/15/stadt-dachau-beantragt-erfolgreich-stadtebauforderungen/)

Das zeigt:
Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht durch Einzelaktionen oder nachträgliche Erzählungen. Sie entsteht durch frühzeitige Konzepte, konkrete Anträge, politische Mehrheiten und konsequente Umsetzung. Sichtbare Orte haben fast immer unsichtbare Vorarbeiten – und genau diese gehören zur ehrlichen Geschichte der Stadtentwicklung.

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