Im vergangenen Jahr wurde die Tempo 20 Zone in der Dachauer Altstadt beschlossen. Entgegen der Verwaltungsvorlage wurde allerdings beschlossen, dass neben der Augsburger- und Konrad-Adenauer-Straße der gesamte Altstadtbereich zur Tempo 20 Zone wird, um einen Schilderwald zu vermeiden. Die Regelung hat sich mittlerweile auch sehr gut bewährt. Anlieger haben berichtet, dass sich Erschütterungen und Lärm wesentlich reduziert haben.
Doch dagegen ist ein nicht aus Dachau stammender Geschäftsmann vor Gericht gegangen. Herausgekommen ist ein Pyrrhussieg. Das Gericht hat ca. 90 % der Tempo 20 Zone bestätigt. Diesem Urteil ist in der Sitzung vom 12.11.2024 auch der Umwelt- und Verkehrsausschuss mehrheitlich gefolgt, und hat eine angepasste Tempo 20 Zone beschlossen.
Dass der Kläger nicht die Interessen der Dachauer vertritt, ist auch an den ersten Bürgerinitiativen gegen ein höheres Tempo in Ihren Straßenzügen erkennbar. Diese berechtigten Einwände werden auch auf Nachfrage vom Bündnis nochmals geprüft. Statt einer einheitlichen Regelung gibt es also in Zukunft einen unvernünftigen Schilderwald. Die CSU zweifelte darauf hin an den Fähigkeiten der Autofahrer diese Schilder zu lesen und stimmte gegen die neue Tempo 20 Zone. Vor einem Jahr stimmte sie noch für Tempo 20 – man lernt offenbar von Söder.
