Die neuen Entwickler des MD-Gelände: Wer ist die BUWOG?

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 Neue Entwicklungen bei den Besitzern des MD Geländes, die Isaria DEG hat seit einem Jahr neue Geschäftsführer

Der bisherige Geschäftsführer David Christmann, den die Stadt bisher als Verhandlungspartner kannte, ist ausgeschieden.
Die nun aktiven Geschäftsführer sind:
– Eva Maria Weiß (seit 31.1.23) BUWOG
– Daniel Joachim Riedl (seit 31.1.23) BUWOG
– Andreas Barth (seit 15.11.22) BUWOG
– Olaf Weber (seit 4.10.23)
Das gesamte Firmengeflecht wird auf der Seite von Northdata dargestellt.

Insbesondere Daniel Joachim Riedl steht in Verbindung mit einer Vielzahl von Immobilien-Firmen. Unter anderem die 
BUWOG – Rhein-Main Development GmbH, Berlin und die
BUWOG Region Ost Development GmbH, Berlin. 
Seit 2019 firmiert die BUWOG unter BUWOG Group GmbH, wobei noch die BUWOG Holding GmbH zwischengeschaltet ist.

Es erfüllt uns mit einer gewissen Sorge, dass die Isaria als Besitzer des MD-Geländes, neuerlich eine maßgebliche Veränderung in der Geschäftsführung erhalten hat. Vor dem Hintergrund der Signa Insolvenz, bei der ein undurchsichtiges Firmengeflecht mit obskuren Finanzströmen zu Tage getreten ist und geradezu zu verbrannter Erde in der Immobilienbranche geführt hat, kann man ein gewisses Mistrauen gegenüber schwer zu überblickende Firmengeflechte im Immobilienbereich nicht verhehlen.

Insbesondere die Verbindung zur BUWOG Gruppe ist auffällig. Leider hat die Gruppe eine unrühmliche Vergangenheit. Das Österreichische Unternehmen BUWOG wurde ab dem Jahr 2000 privatisiert (Wiki) . Daraus entwickelte sich dann die BUWOG-Affäre und ein 11 Jahre langes Verfahren mitmehrjährigen Haftstrafen einiger Beteiligter., u.a. der ehemalige FPÖ-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Es wurde Revision eingelegt, es gilt die Unschuldsvermutung.

Das Bündnis für Dachau hofft, dass unser bedeutendes Zukunftsprojekt nicht in einen Strudel von Bodenspekulationen kommt, an dessen Ende niemand mehr weiß, wer überhaupt noch der Ansprechpartner für die Stadt ist.

Für das Bündnis für Dachau ist es wichtig, dass die Planung mit Seriosität, Kosteneffizienz und angesichts der Komplexität des Projekts, mit hoher Professionalität der Planungspartner einher geht. Alleine die Komplexität der Verkehrserschließung und die wasserrechtlichen Planungen seien genannt.

Was aus unserer Sicht nicht zu akzeptieren wäre, dass die Planungen durch sich ändernde Geschäftsführungen weiter verkompliziert werden. Es ist in jedenfalls geraten, die weiteren Entwicklungen aufmerksam zu beobachtet. Wir hoffen, dass die Verwaltung hier ein Auge drauf hat.“

2 Kommentare

  1. Die Dachauer Verwaltung ist leider schon bei kleineren Bauvorhaben überfordert und unterbesetzt und wird nie auf Augenhöhe mit den Immobilienhaien mithalten können. Die Politik glaubt immer alles im Griff zu haben, lässt sich mit leeren Versprechungen abspeisen ( siehe München/ Freistaat Bayern Signa Benko) und meint mit ein paar Sozialwohnungen vor den Wählern gut dazustehen. ….

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