Ist die Zerstörung des Inhauser Moos besiegelt?

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Es ist schon erstaunlich, der Vorsitzende des Vereins Dachauer Moos e.V. „kämpft“ für die Verhinderung einer Strom-Trasse um eine andere Trasse zu ermöglichen, die wertvollen Auwald und Niedermoor für immer zerstören wird. Mindestens genauso erstaunlich erscheint die Begründung der Regierung von Oberbayern, es würde durch die Nordtrasse (die außerhalb des Mooses verläuft) das „Landschaftsbild“ nachhaltig zerstört. Ganz offensichtlich spielt für die Regierung von Oberbayern und für den Vorsitzenden des Moos Vereins das Landschaftsbild im Inhauser Moos keine Rolle.

Schutz des Niedermoors ist weniger Wert als die Sorge um das Landschaftsbild

Davon abgesehen, anscheinend haben weder die Beamten der Regierung noch die politischen Vertreter der Gemeinde die Bekenntnisse des Ober-Moorretter Markus Söder gehört, für den der Erhalt der bayerischen Niedermoore ja neuerdings höchste Priorität hat.

Sicherlich könnte man sich jetzt fragen, was geht es uns in Dachau an, was die in Haimhausen so machen. Ganz so einfach ist es nicht, denn erstens ist es immer noch das „Dachauer Moos“ von dem wir reden und außerdem ist Dachau auch Mitglied in dem Verein, der sich laut Satzung für den Erhalt eben jenes Mooses einsetzen soll.

Was wir erleben, ist eine Lawine in Zeitlupe der endgültigen Zerstörung des Dachauer Moos.

Verfolgt man die Sache von außen, so bestätigt sich wieder mal der Eindruck, Umwelt- und Klimaschutz ist nur dann wichtig, wenn es der eigenen politischen Agenda dient und sonst nicht weiter stört. Heute Sonntagsreden und Morgen, wenn Naturschutz mit politischen und gesellschaftlichen Gegenwind verbunden ist oder es in der Abwägung scheinbar mehr bringt einer massiven Naturzerstörung zuzustimmen, dann gelten plötzlich Sachzwänge.

Noch kennen wir die genaue Begründung der Regierung von Oberbayern nicht, aber alleine die in der Presse zitierte Aussage, es würden durch die „erheblichen Auswirkungen auf die Belange von Natur und Landschaft, insbesondere des Landschaftsbildes, eingegriffen“ – und sie sprechen nicht vom Inhauser Moos – lässt uns etwas sprachlos zurück. Wir fragen uns und damit auch die Regierung von Oberbayern und den Vorsitzenden des Vereins Dachauer Moos e.V. : „Ist die Zerstörung des Inhauser Moos besiegelt?“

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/stromtrasse-haimhausen-1.5492228

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