Wer hier arbeitet, muss hier wohnen können.

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Auszug aus der Correctiv Recherche „Hohe Mieten: Jede siebte Kommune in Europa zu teuer für Pflegekräfte

Die neue CORRECTIV-Analyse zeigt schwarz auf weiß, was viele längst spüren:

Für eine 45-Quadratmeter-Wohnung müssen Pflegekräfte in Dachau über 50 % ihres Einkommens aufbringen. Damit liegt Dachau bei der Belastung höher als viele Münchner Stadtteile.

Das ist kein Randproblem. Das ist ein Systemproblem.

Jahrelang wurde vor allem auf Baulandausweisung gesetzt. Doch auf teurem Boden entsteht fast automatisch teurer Wohnraum. Ohne klare soziale Vorgaben produziert der Markt Quadratmeter – aber keine Entlastung.

Große Neubauprojekte allein reichen nicht. Wir brauchen verbindliche Quoten für bezahlbaren Wohnraum, gesicherte Fördermittel und eine Bodenpolitik, die nicht nach Höchstpreis, sondern nach Gemeinwohl entscheidet.

Gleichzeitig dürfen Wohnungen nicht durch Zweckentfremdung dem Markt entzogen werden. Wer hier arbeitet, muss hier wohnen können.

Wohnen ist Teil der Daseinsvorsorge.
Dachau darf nicht teurer sein als die Stadt, in deren Schatten wir liegen.

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