Was Zahlen über den sozialen Wohnungsbau in Dachau erzählen

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Dachau, 05.12.25

Der heutige Bericht in der Süddeutschen Zeitung macht deutlich, wie groß die Herausforderung beim sozialen Wohnungsbau in Dachau inzwischen geworden ist. Drei Zahlen zeigen das besonders klar:

449 Haushalte stehen aktuell auf der Warteliste für eine geförderte Wohnung.
66 neue Wohnungen hat die Stadtbau in den vergangenen Jahren realisiert.
4.500 Haushalte in Dachau hätten – rein nach Einkommensgrenzen – Anspruch auf eine Sozialwohnung.

Diese Zahlen stehen nicht im Widerspruch zueinander. Sie erzählen eine gemeinsame Geschichte:
Der Bedarf wächst seit Jahren schneller, als die Stadt bauen oder Sozialbindungen erhalten kann.

Die Dachauer Stadtbau leistet dabei sehr viel. Sie saniert konsequent, hält Mieten auch nach dem Ende der Bindung weit unter Marktniveau und arbeitet wirtschaftlich unabhängig vom städtischen Haushalt. Das ist ein großer Vorteil für Dachau – und für Menschen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.

Trotzdem wird sichtbar: Einzelne Projekte reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken.
Dachau braucht eine langfristige Strategie, die sich nicht nur auf Neubauten stützt, sondern auch auf Instrumente, die bezahlbare Wohnungen dauerhaft sichern – von Sozialbindungen, Einbindung von Genossenschaften über Erbpachtmodelle bis hin zu Konzeptvergaben.

Je klarer wir die Dimension erkennen, desto besser können wir darüber sprechen, welche Lösungen unsere Stadt wirklich braucht.

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