Sind „um die 20 Euro“ für Hallenbenutzung ein politischer Preis?

Avatar von Bernhard SturmGepostet von

Heute hat der Kreistag final über die Anhebung der Nutzungsgebühr der Landkreishallen für Vereine abgestimmt. Auf die Vereine kommen nun ab 1. Juli 22,00 € je Halleneinheitsstunde zu.

Ein Versuch, die Kosten noch zu drücken z.B. durch OB Hartmann, scheiterte allerdings.
Das Argument, dass sogenannte „Sowieso Kosten“ wie Hausmeister etc. nicht zwingend auf die Vereine umgelegt werden müssten verfing leider nicht.

Die Stadt Dachau ist durch die Entscheidung mit am stärksten betroffen. Es sind nun mal viele Vereine in Dachau ansässig, die die Hallen dringend brauchen. Und es ist numal Tatsache, dass viele Mitglieder aus dem Landkreis kommen und damit von den Zuschüssen der Stadt profitieren.
Das Problem ist im Grunde nicht lösbar. Es wirft aber ein Schlaglicht darauf, welche Verwerfungen fehlende Haushaltsmittel für Zuschüsse und freiwillige Leistungen auslösen.

Als Beispiel die Frage, wo denn der Wohnort der Mitglieder der Dachauer Vereine ist und die Stadt quasi eine doppelte Last aufgetragen bekommt. Einmal die eh schon extrem gestiegene Kreisumlage und zusätzlich die moralische Verpflichtung, die Vereine stärker zu unterstützen. Für Dachau bedeutet das: Im Vergleich zum ursprünglich beschlossenen Haushalt steigen die Kosten etwa 153.000 Euro auf etwa 250.000 Euro. Siehe Bündnis-Blog: Auch 2025 85% Zuschuss für die Hallennutzung
Und die Frage der Gleichbehandlung mit Kulturvereinen, die bislang auch nicht gelöst ist.

Hinterlasse einen Kommentar (nur Klarnamen werden freigeschalten)