TSV: Stadtrat lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen

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Stadtrat und TSV-Vorsitzender Moll wird in den Dachauer Nachrichten in seinem offen Brief „Die Zukunftssorgen des TSV 1865“ wie folgt zitiert:

Die Aussiedlung scheine auch in naher Zukunft nicht zu klappen. Jedenfalls schreibt Moll, dass „sämtliche Bemühungen des Vereins“ zur Aussiedlung gescheitert seien, und zwar „bis zum heutigen Tage“. Und warum? „Entweder an Umständen und Rahmenbedingungen, die nicht in seinem Verantwortungs-bereich liegen, oder aber am fehlenden Zuspruch für vom Verein angeregte Vorgehensweisen“, so Moll. Damit meint er wohl erstens die schwierigen Grundstückverhandlungen, und zweitens, mit dem „fehlenden Zuspruch“, die Politik. 

Das ist zu einfach, stillos und falsch

Der TSV und die Grundstückseigentümer versuchen jetzt unisono, der Stadt den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Das ist erstens zu einfach, zweitens stillos und drittens einfach falsch. Die Stadt hat allen Grundstückseigentümern denselben Kaufpreis für die zur Aussiedlung benötigten Grundstücke angeboten. Einige haben diesen akzeptiert und verkauft, andere wollten mehr. 

Auf Zusatzforderungen wie Forderungen nach zusätzlichem Baurecht wird sich die Stadt nicht einlassen.

Nun beklagt sich der TSV 1865, die Stadt habe nicht genug getan, um dem Verein die Aussiedlung zu ermöglichen. Dabei wird vergessen, dass es hier um Steuergelder aller Dachauer Bürgerinnen und Bürger geht, und die Stadt dies angemessen berücksichtigen muss. Es ist gut, dass die Stadt eine klare Linie gezogen hat und nicht bereit ist, mit Steuergeldern völlig überzogene Forderungen einzelner Grundstückseigentümer zu erfüllen. Viele Jahre hat der TSV 1865 angestrebt, die notwendigen Grundstücke selbst zu erwerben. 

Nachdem dieses Vorhaben sich in einem Dickicht aus undurchsichtigen Vorverträgen und halbgarer Abmachungen unentwirrbar verfangen hatte, sprang die Stadt Dachau in die Bresche mit dem Versuch, nun ihrerseits die Grundstücke mit einem für alle Eigentümer gleichen Angebot zu kaufen. Dass dies nun gescheitert ist, liegt nicht an der Stadt.


Gewinne für einzelne maximieren, Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen und die Schuld der Politik zuschieben, wenn sie dies nicht mit sich machen lässt – diese Rechnung ist im Fall der Aussiedlung zum Glück nicht aufgegangen. Die Stadt Dachau ist nicht dazu da, die Gier einzelner mit Steuergeldern zu stillen.

Sabine Geissler
Fraktionsvorsitzende des Bündnis für Dachau 

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