Urbane Freiräume – oder kennt ihr den Denninger Anger?
Kommunalpolitisch interessierte Bürger*Innen werden das Bürgerbegehren „Grünflächen erhalten“ der ÖDP München verfolgt haben. Tatsächlich weißt die Initiative auf einen wunden Punkt. Das verschwinden von Freiraum für Natur, Erholung, Kultur und Kreativität.
Auf unserer Tour, am letzten Sonntag haben wir „noch“ vorhandene Natur- und Erholungsfreiräume, Freiräume für Radler (Fahrradstraßen) eine Naturschutzfläche inmitten von Gewerbe- und Wohnvedichtung besichtigt und einen kulturellen Freiraum im umtosten Verkehr. Auch zur Stärkung wurde ein Freiraum aufgesucht. Der Biergarten auf dem Nockherberg. Wie kaum einen andere Einrichtung, so stehen die traditionelen Biergärten für Freiraum.
Unsere Tour führte uns nach Feldmoching. Entlang des Feldmochinger Angers, einer der wenigen noch landwirtschaftlich genutzen Flächen innerhalb des Stadt, zum Abenteuerspielplatz Hasenbergl ABIX.
Ein großer Freiraum für Kinder. Kinder können sich Baumhäuser mieten und drin spielen. In regelmäßigen Abständen muss die gemietete Hütte dann „verlängert“ werden. Wird die Mietverlängerung vergessen, können andere Kinder die Hütte neu mieten. An den Hütten dürfen nur die Mieter*innen bauen, spielen dürfen alle darin.
Weiter ging unser Tour durch Schwabing entlan der Fahrradstraße „Clemensstraße“ bis zur Leopoldstraße.

Bauwagen Wohngemeinschaft „Hin und Weg“.



Der Denninger Anger in Bogenhausen.


Entlang des Denninger Angers gings Richtung Zamdorf. Am Ende des Denninger Angers findet sich das Bauwagen Wohnprojekt „Hin und Weg“. Für viele ist ein Tiny-Haus oder ein umgebauter Wohnwagen der inbegriff von Frairaum. Allerdings nur in der Theorie. In der Praxis stehen viel Hürden im Weg zur pesönlichen Freiheit auf kleinem Raum.
Freiraum für Natur in der Stadt. Die ökologische Vorrangfläche Baumkirchen Mitte. Auf den Schotterbeeten der Gleisanlagen siedeln seltene Tierarten wie die streng geschützte Blauflügelige Ödlandschrecke und die Zauneidechse. Ein wunderbarer Ort, der konsequent und überzeugend vom Freiraum aus entwickelt wurde. Zugänglich durch Holzstege aber trotzdem eine Oase für Natur.
Durch Giesing mit Mittagspause im Biergarten auf dem Nockherberg, mit der Gelegenheit darüber zu reden, was wir für Dachau ableiten können.
Am Kolumbusplatz findet sich das Kulturprojekt „Halt 58“. Die Bürgerinitiative “Mehr Platz zum Leben” macht aus einem stillgelegten Busbahnhof einen Ort der kreativen Begegnung. Zum Kunsttreff machen den Halt 58 unter anderem Brückenpfeiler, die mit Street Art regelmäßig neu gestaltet werden. Den Zugang zur Fläche hat die Initiative in langwieriger Kleinarbeit mit Anträgen und Ortsterminen mit der MVG und verschiedenen städtischen Referaten und der Deutschen Bahn erhalten.
Zurück gings über Theresienwiese und Westend. Über den Arnulf-Steg in Richtung Hirschgarten und Nymphenburg. Über den Allacher Forst zur Bayernwerkstraße (zukünftige Fahrradstraße) und dann wieder nach Dachau.
